Social Media im Gesundheitswesen

Vorteile und Tipps für Selbstständige in Gesundheitsberufen

Social Media | 4 Minuten Lesezeit

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Social Media im Gesundheitswesen einzusetzen. Welche Chancen Sie haben und worauf Sie auf Facebook, Instagram, und Co. achten müssen, erfahren Sie hier.

Das Gesundheitswesen und die sozialen Medien bilden eine starke Allianz. Denn in den vergangenen Jahren wurden die sozialen Netzwerke zu einer wichtigen Informationsquelle – auch für Informationen rund um unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Als Selbstständige/r im Gesundheitswesen können Sie auf Facebook, Instagram und Co. über Ihre Leistungen und aktuell gesundheitlich relevanten Themen informieren. Mit Ihren Inhalten können Sie jedoch auch potenzielle Mitarbeiter erreichen oder Ihr fachliches Netzwerk ausbauen.

Trotz der vielen Möglichkeiten kann es schwierig sein, zu wissen, wie man ansprechende Inhalte erstellt, die relevant, aktuell und vor allem rechtlich korrekt sind. Denn auch Ihre Social-Media-Beiträge müssen den Werberichtlinien der Ärztekammer entsprechen.

In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen Überblick über Ihre Chancen in den sozialen Medien und Tipps, wie Sie Ihre Social-Media-Profile regelkonform und trotzdem ansprechend gestalten.

Chancen für das Gesundheitswesen auf Social Media

Wie für viele Unternehmen und Marken bieten die sozialen Netzwerke auch für Selbstständige des Gesundheitswesens zahlreiche Möglichkeiten sich zu präsentieren, neue Patienten und Mitarbeiter anzusprechen und sich zu vernetzen.

Aufmerksamkeit steigern und Bewusstsein schärfen

Die sozialen Medien eignen sich hervorragen, um das Bewusstsein für neue oder aktuelle Krankheiten zu sensibilisieren. Genau so können Sie auch darauf aufmerksam machen, wie etwaigen Krankheiten vorgebeugt werden können oder, welches Verhalten unsere Gesundheit fördert.

Wichtig dabei ist, dass Sie vertrauenswürdige und vor allem richtige Informationen bereitstellen. Achten Sie darauf, so wenige Fremdwörter und Fachbegriffe wie möglich einzubauen – sprechen Sie in der Sprache Ihrer Patienten.

Eine weitere Möglichkeit, um auf Aktuelles aufmerksam zu machen, ist das Einsetzen von glaubwürdigen Quellen. Denn oft gibt es Themen, die sich nicht so einfach in einem Beitrag kommunizieren lassen. Nutzen Sie dazu die Möglichkeit und verlinken Sie auf aussagekräftige und ausführliche Quellen. Sie könnten beispielsweise auf die Website der Ärztekammer oder der Gebietskrankenkasse weiterleiten. Das sorgt auch dafür, dass der Glaubwürdigkeit Ihrer fachlichen Beiträge noch mehr Vertrauen geschenkt wird.

Patienten unterstützen

Insbesondere junge Menschen (zwischen 14 und 22) nutzen die sozialen Medien intensiv. Auch für Ihre gesundheitlichen Probleme. Mit Angeboten wie beispielsweise Online-Sprechstunden können Sie diesen Menschen direkt helfen.

Aber auch durch das Teilen Ihres Expertenwissens, Aufklären von Gesundheitsmythen oder Tipps zur Prävention unterstützen Sie Ihre Patienten. Das klingt im ersten Moment vielleicht nach viel Arbeit. Konzentrieren Sie sich doch erst auf das Wichtigste und starten Sie mit den häufigsten Fragen, die Ihre Patienten an Sie haben.

Achten Sie bei allen Ratschlägen und Tipps darauf, dass diese als allgemeine Tipps gekennzeichnet sind und keine konkreten Therapieanweisung darstellen. Wenn es um die Einhaltung von Vorschriften geht, müssen Sie möglicherweise zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Sie sollten beispielsweise Kommentare entfernen, die personenbezogene Daten enthalten. Auch dann, wenn der Nutzer diese selbst gepostet hat. Bitten Sie bei besonders detaillierten Anfragen Ihre Nutzer ganz einfach Sie persönlich zu kontaktieren.

Fachliches Wissen und Netzwerk ausbauen

Bis dato haben Sie zur Fortbildung nur medizinische Fachzeitschriften und Konferenz genutzt? Viele dieser Plattformen sind auch in den sozialen Median aktiv. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um sich rasch über Neues zu informieren und auch um sich mit Kollegen aus ähnlichen Fachrichtungen zu vernetzen. So vergrößern Sie nicht nur Ihr medizinisches Netzwerk, sondern auch Ihre Informationsquellen für medizinische Fortschritte und Neuentwicklungen. Darüber hinaus können Sie dieses Netzwerk auch nutzen, um Ihre fachlichen Beiträge zu teilen.

Medizinische Fachkräfte finden

Als Selbstständiger in einem Gesundheitsberuf sind Sie meist auch Arbeitgeber. Und als Arbeitgeber können Sie auf Facebook, Instagram und Co. sehr einfach und kostenlos auf offene Stellen aufmerksam machen. Außerdem eignen sich diese Plattformen hervorragend als Präsentationsfläche Ihres Employer Branding. Zeigen Sie potenziellen Mitarbeitern, welches Umfeld sie in Ihrer Praxis erwartet.

Praxismarketing

Last but not least eignen sich die sozialen Netzwerke natürlich auch für Ihr Praxismarketing. Vor allem dann, wenn Sie da online sind, wo Ihre Patienten online sind. Bevor Sie also mit Facebook, Instagram, YouTube oder einer anderen Plattform losstarten, vergewissern Sie sich, dass Sie hier auch Ihre Patienten erreichen. Egal ob Video, Bild, Text, GIF oder Reel – den Möglichkeiten zur Präsentation Ihrer Praxis und Ihrer Leistungen sind fast keine Grenzen gesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie auch in den sozialen Medien im Rahmen der Werberichtlinien für Ärzte handeln müssen. Die Kommunikation im Gesundheitswesen muss zu jeder Zeit sachlich und fachlich korrekt sein. 

Social-Media-Tipps für das Gesundheitswesen

Folgende Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Social-Media-Profile bestmöglich nutzen und einen Mehrwert für Ihre Patienten bieten.

Teilen Sie wertvolle und lehrreiche Inhalte

Wie eingangs erwähnt, nutzen viele (vor allem jüngere Personen) soziale Netzwerke, um sich über Themen rund um die Gesundheit zu informieren. Das heißt, es wird immer wichtiger fachliche korrekte und vor allem lehrreiche Inhalte zur Verfügung zu stellen. Posten Sie Beiträge, die aufklären und informieren. Und zwar regelmäßig, sodass sich Ihre Community stetig vergrößert.

Die Praxis von Dr. Bausemer erstellt zum Beispiel eine Videoreihe zum Thema komplementäre Onkologie. Die Videos sind kurz, informativ und auf die Zielgruppe der Praxis ausgerichtet.

Bleiben Sie rechtskonform

In diesem Beitrag habe ich schon mehrmals darauf hingewiesen, dass auch auf den Social-Media-Plattformen die Werberichtlinien für Ärzte gelten. Erlaubt ist in Österreich:

  • Informationen über die eigenen medizinischen Tätigkeitsbereiche
  • die Einladung Ihrer Patienten zu Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen, sowie Impfungen und dergleichen
  • die Information über die Ordinationsnachfolge
  • die Information über die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen
  • Information über gewerbliche Leistungen, wenn diese im Zusammenhang mit Ihrer medizinischen Leistung stehen
  • die Einrichtung einer Website
  • die Information mittels elektronischer oder gedruckter Medien in Ihrem Wartebereich

Arbeiten Sie mit einer Social-Media-Strategie

Eine Social-Media-Strategie hilft Ihnen Social Media einfach und zeitsparend zu managen. Ganz egal, ob Ihnen bereits eine große Community folgt oder Sie gerade erst durchstarten. Die Social-Media-Strategie gibt Ihnen einen Rahmen vor, welche Beiträge Sie wann, wo und in welcher Form veröffentlichen. So strukturieren Sie Ihre Aktivitäten in den sozialen Medien. Durch ein laufendes Monitoring können Sie Ihren Erfolg außerdem leichter messen.

Sie brauchen Unterstützung bei Ihrer Social-Media-Strategie? Gerne erstelle ich mit Ihnen einen passenden Social-Media-Fahrplan für Ihre Praxis.


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